Wir laden alle interessierten Menschen ein, an unseren offenen Treffen teilzunehmen, die jeden 1. Montag im Monat um 18:00 Uhr im Buchcafé Bad Hersfeld stattfinden.
Diese Treffen bieten eine wertvolle Gelegenheit, sich über unsere aktuellen Projekte zu informieren, neue Ideen zu entwickeln und gemeinsam an einem bunten, toleranten und respektvollen Miteinander zu arbeiten. Egal, ob du bereits aktiv bist oder einfach nur neugierig, wir freuen uns über Jede und Jeden.
Komm vorbei, bring deine Ideen mit und lass uns gemeinsam für eine vielfältige Gesellschaft eintreten. Wir freuen uns auf dich!
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Ensemblemitglieder des Hessischen Landestheaters Marburg präsentieren eine szenische Lesung mit verfassungspolitischen Kommentaren. Ausgangspunkt sind Aussagen, Programmpunkte und öffentliche Positionen einer Partei, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wurde. Auf der Grundlage des Grundgesetzes, verfassungsrechtlicher Einordnung und gesellschaftlicher Grundwerte wird der verbreiteten Formel „Das wird man doch noch sagen dürfen“ nachgegangen: Was ist von der Meinungsfreiheit gedeckt – und wo beginnt die Gefährdung demokratischer Grundlagen? Theater und Verfassungsrecht treten dabei in einen sachlichen Dialog. Ziel ist keine Parole, sondern Einordnung: juristisch, gesellschaftlich und historisch.
Im Anschluss an die Lesung besteht Gelegenheit zum Gespräch und für Nachfragen.
Konzept: Dr. Katrin Werner-Kappler, Dr. Georg Falk, Carola Unser-Leichtweiß Mitwirkende: Ensemblemitglieder des Hessischen Landestheaters Marburg
In Kooperation mit: Bündnis Bunt statt Braun Hersfeld-Rotenburg e. V.
Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies
Sondervorführung in Bad Hersfeld im Kinocenter
am Dienstag 23.9.25 um 18.30 Uhr
In Anwesenheit
des Regisseurs Dirk Szuszies
In Zusammenarbeit mit:
Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Stadt Bad Hersfeld
Evangelischer Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg
DGB Kreisverband Hersfeld-Rotenburg
Bunt statt Braun Hersfeld-Rotenburg e.V.
Jüdisches Museum Rotenburg an der Fulda
Vogelgesang 1 36251 Bad Hersfeld
Der Film beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, und der selbst durch den Kindertransport nach England gerettet wurde. Romanautor, Seemann, Korrespondent und politischer Aktivist: im Leben des in Berlin geborenen und am 15.4.2021 im Alter von 97 Jahren gestorbenen Walter Kaufmann spiegeln sich auf einzigartige Weise historisch bedeutende Ereignisse wider. Er war ein Mann, der die Welt begreifen, beschreiben, verändern wollte.
Nach langen Jahren des Exils in Australien entschied er sich bewusst 1956 für ein Leben in der DDR. Dank seines australischen Passes, den er zeit seines Lebens behielt, bereiste er als wahrer Kosmopolit die ganze Welt. Der Film folgt seinen wesentlichen Lebenslinien: den katastrophalen Folgen des Nationalsozialismus, der Bürgerrechtsbewegung in den USA, dem Prozess gegen Angela Davis, der Revolution in Kuba, den Atombombenabwürfen in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, dem Zusammenbruch der DDR. Alles Themen, die uns bis heute beschäftigen.
Im Film wird auf imponierende Weise deutlich, wie Walter Kaufmann bis zu seinem letzten Atemzug gegen den erschreckenden Rechtsruck sowie zunehmenden Rassismus und Antisemitismus unserer Tage kämpfte.
Der Film verwebt eindrucksvoll autobiografische Berichte, historische Aufnahmen, private Briefe und literarische Texte zu einem bewegenden Zeitdokument. Er beleuchtet zentrale Themen wie Exil und Identität, Verfolgung und Überleben, politisches Engagement, persönliche Verantwortung sowie Versöhnung und stellt zugleich immer wieder die Frage, was Geschichte mit uns heute zu tun hat.
Ein berührendes Porträt eines außergewöhnlichen Menschen, ein wichtiger Beitrag im Rahmen lebendiger Erinnerungskultur.
www.walterkaufmannfilm.de
Weltpremiere Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg August 2021 Dokumentarfilmwettbewerb 30. Filmkunstfest Schwerin September 2021 Leipziger Filmkunstmesse September 2021 Leipziger Globale Filmfestival August 2022 DEFA-Filmtage Merseburg April 2023
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.
FFA und Kurt und Hildegard Löwenstein/Losten Stiftung
In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V.
Am Samstag findet in Bad Hersfeld das erste Schildepark-Festival statt.
Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! wird es keinen Eintritt geben. Das Fest der Kulturen für Vielfalt und Demokratie bietet ab 11:00 Uhr ein großes, kostenloses Programm im Schildepark.
Live-Musik gibt es von den 8Balls, eine Newcomerband aus der Region, die gerade mit überraschendem Erfolg durchstartet. Außerdem sorgen für gute Laune und Musik zum Mitsingen und Tanzen Benji & Noah Schaub und schmidt:line & miller. Zwischen den musikalischen Einlagen wird es kurze Redebeiträge geben. Bürgermeisterin Anke Hofmann eröffnet das Festival, des Weiteren erwarten wir die Bundestagsabgeordnete Awet Tesfaiesus, Landrat Torsten Warnecke und weitere Rednerinnen und Redner von SPD, den jungen Liberalen, Die Linke und dem DGB.
Mit im Showprogramm sind die Sinti-Tanzgruppe aus dem Haus der Jugend, der Frauen- und Kinderchor der Ukraine-Hilfe, der Zauberkönig, Streetdance der Jugendtanzgruppe, der Gemischte Chor Landershausen, die Trommelgruppe und die Acapella-Formation #lautsein.
Viele Organisationen haben Infostände vorbereitet und es wird einen Basteltisch für Kinder geben. Für Speisen und Getränke ist gesorgt, sie dürfen aber auch mitgebracht werden.
Veranstaltet wird dieser Tag vom Verein Bunt statt Braun Hersfeld-Rotenburg. Ganz bewusst soll hier ein Zeichen für Demokratie gesetzt werden. Aber jenseits politischer Statements soll der Tag einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, miteinander zu lachen, zu schauen und sich kennenzulernen.
Zum ersten Mal findet dieses Format statt, aber die Veranstalter hoffen, dass daraus mehr werden kann. Die große Fläche des Schildeparks bietet genug Raum. Bei schlechtem Wetter wird das Fest in die Schilde Halle verlegt.
Am 02.02.2025 waren wir mit ca.6000 Menschen in Kassel, um auch ein Zeichen zu setzen. Ziel der Demo in Kassel war es, die sogenannte Brandmauer zur AfD wieder aufzubauen, die durch das Voting im Bundestag am Mittwoch eingerissen worden war. Zu sehen waren auf dem Königsplatz Schilder wie „Bunte Republik Deutschland“, „AfD bedroht unser Leben“ und „Herz statt Hetze.“
Am 11. Januar 2025 organisierte die Initiative „Bunt statt Braun Hersfeld-Rotenburg“ eine Busfahrt nach Riesa (Sachsen), um dort gegen den AfD-Bundesparteitag zu demonstrieren (wir berichteten). 20 engagierte Teilnehmende jeden Alters aus der Region machten sich morgens um 4 Uhr auf den Weg, um gemeinsam mit Tausenden von Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet ein klares Zeichen gegen die rechte Politik und die Ideologien der AfD zu setzen. Die Aktion war Teil eines landesweiten Aufrufs der Organisation „Aufstehen gegen Rassismus“, die die Demo organisiert hatte. Ziel war es, öffentlich und entschlossen gegen rassistische und populistische Tendenzen Stellung zu beziehen und deutlich zu machen, dass die in Teilen rechtsextreme und vom Verfassungsschutz beobachtete AfD kein Teil der demokratischen Parteienlandschaft ist. „Die Demonstration in Riesa hat einmal mehr gezeigt, dass wir nicht bereit sind, rechten Ideologien und der Normalisierung menschenfeindlicher Narrative Raum zu geben. Tausende Menschen aus ganz Deutschland haben deutlich gemacht, dass Demokratie, Vielfalt und Toleranz die Werte sind, die wir verteidigen müssen“, erklärte Erich Lange von Bunt statt Braun. Ermöglicht wurde die Fahrt nach Riesa durch finanzielle Unterstützung von Privatpersonen, Verbänden und Parteien. Bunt statt Braun bedankt sich bei allen, die an der Busfahrt teilgenommen haben, und kündigte an, auch weiterhin entschlossen gegen rechte Strömungen aktiv zu bleiben. Rund um die Bundestagswahl, aber auch darüber hinaus, sind weitere Aktionen geplant.